01Lohnt sich der Wechsel jetzt?
Für Shopware 5 ist die Frage schnell beantwortet: Seit dem 31. Juli 2024 gibt es keine regulären Sicherheitsupdates mehr. Wer weiter auf Shopware 5 verkauft, braucht kostenpflichtigen Langzeit-Support eines Drittanbieters oder trägt das Risiko selbst. Ein Umstieg auf Shopware 6 ist technisch ebenfalls ein Neubau: Theme, Plugins und viele Einstellungen entstehen neu.
Auch Shopware 6 verlangt regelmäßige Versionssprünge. Für Version 6.5 enden die Sicherheitsupdates am 28. Februar 2027. Jeder Sprung kostet Tests und oft Plugin-Anpassungen.
Shopify passt gut, wenn Ihr Team den Shop im Alltag selbst pflegen soll und Sie Hosting, Sicherheit und Updates nicht mehr selbst verantworten wollen. Bleiben Sie bei Shopware, wenn Ihr Geschäftsmodell auf sehr individueller Preis- oder Prozesslogik beruht, die nur im eigenen Code funktioniert. Das klären wir im kostenlosen Migrations-Audit offen. Wie ein neuer Shop entsteht, lesen Sie unter Shopify Shop erstellen lassen.
02Was in Shopify anders heißt
Viele Shopware-Begriffe gibt es in Shopify, nur unter anderem Namen. Was nicht eins zu eins passt, bauen wir mit Bordmitteln, geprüften Apps oder einer eigenen Lösung nach.
| Shopware | Shopify |
|---|
| Artikel und Varianten | Produkte und Varianten |
| Eigenschaften, Freitextfelder | Metafelder und Filter |
| Einkaufswelten, Erlebniswelten | Theme-Sektionen und Vorlagen |
| Kategorien | Kollektionen, manuell oder per Regel |
| Kundengruppen, Rule Builder | Kundensegmente, B2B-Firmen, Rabatte |
| Plugins | Apps oder eigene Erweiterung |
| SEO-URLs mit Kategoriepfad | /products/ und /collections/ mit Weiterleitungen |
03Der Ablauf in sieben Phasen
So ziehen wir Shopware-Shops um. Nach fünf der sieben Phasen sehen Sie das Ergebnis und geben es frei, bevor es weitergeht. Die meisten Migrationen planen wir mit rund 90 Tagen. Alles zu unserem Vorgehen lesen Sie auf der Seite Shopify Migration.
- 1Bestandsaufnahme: Daten, Plugins, Schnittstellen und alle URLs erfassen.
- 2Datenmodell und Mapping: festlegen, wohin jedes Feld wandert. Freigabe 1.
- 3Theme und Funktionen: Design und Sonderfunktionen in Shopify aufbauen. Freigabe 2.
- 4Testimport: Produkte, Kunden und Bestellungen in einen Testshop übernehmen. Freigabe 3.
- 5Schnittstellen: Warenwirtschaft, Versand und Zahlungsarten anbinden. Freigabe 4.
- 6SEO und Abnahme: Weiterleitungen, Titel und Beschreibungen prüfen. Freigabe 5.
- 7Go-Live und Beobachtung: Umstellung außerhalb der Hauptsaison, danach tägliche Kontrolle von Bestellungen und Search Console.
04Typische Stolperfallen in Shopware-Shops
Gewachsene Shopware-Shops, besonders auf Version 5, bringen oft dieselben Altlasten mit. Je früher sie auf dem Tisch liegen, desto genauer wird Ihr Angebot.
- Varianten als Einzelartikel: Farben oder Größen sind als eigene Artikel angelegt. In Shopify fassen wir sie zu einem Produkt mit Varianten zusammen, jede alte URL bekommt eine Weiterleitung.
- Mehrere Shops auf einer Installation: Subshops teilen sich Artikel und Kunden. Vorher klären, welche Shops mitziehen und was mit den übrigen passiert.
- Plugin-Logik ohne Dokumentation: Versandregeln, Aufpreise oder Schnittstellen stecken in Plugins, die niemand mehr kennt. Wir listen jedes Plugin und entscheiden: nativ, App oder weglassen.
- Technische Daten im Fließtext: Maße und Materialien stehen in der Beschreibung statt in Eigenschaften. Für Filter und Suche überführen wir sie in Metafelder.
- Pflichtangaben fehlen: Herstellerangaben nach GPSR, Grundpreise oder Gefahrstoffhinweise fehlen oft auch im Backend und müssen vor dem Import erhoben werden.
- Kundenpasswörter: Passwörter lassen sich nicht übertragen. Bestandskunden bekommen eine Einladung, ihr Konto zu aktivieren.
05Was den Preis bestimmt
Den Preis einer Migration bestimmen weniger die Produktanzahl als Datenqualität, Schnittstellen und Sonderfunktionen. Einen Festpreis nennen wir nach dem Migrations-Audit. Einen Überblick über die Kosten eines Shops finden Sie unter Kosten eines Shopify-Shops.
- Datenaufbereitung: Varianten zusammenführen, Eigenschaften säubern, Pflichtangaben ergänzen.
- Schnittstellen: Warenwirtschaft wie Xentral, JTL-Wawi oder Business Central neu anbinden.
- Sonderfunktionen: Konfiguratoren, Aufpreislogik, B2B-Preise und Firmenkonten.
- Design: vorhandenes Theme anpassen oder eigenes Design umsetzen.
- Laufende Kosten: Statt Hosting, Server und Updates zahlen Sie den Shopify-Tarif und gegebenenfalls Apps.
06Rankings sichern
Der Wechsel des Shopsystems ist für Google ein Umzug. Ohne Vorbereitung gehen Rankings verloren, mit Vorbereitung bleiben sie stabil.
- Alle alten URLs erfassen: auch alte Kategoriepfade und Varianten-URLs, und jeder ein Ziel geben.
- Texte mitnehmen: Titel, Meta-Beschreibungen und Alt-Texte übernehmen, nicht neu erfinden.
- Strukturierte Daten prüfen: Ältere Shopware-Vorlagen liefern oft nur Microdata, moderne Shopify-Themes bringen strukturierte Produktdaten mit.
- Nach dem Go-Live beobachten: die Search Console täglich prüfen und neue 404-Fehler sofort umleiten.