01Die Kurzantwort
Ein Produktkonfigurator lohnt sich, wenn Ihre Kunden ein Produkt aus Maßen, Optionen oder eigenen Inhalten zusammenstellen und dabei Fehler machen können. Typische Fälle sind Fenster und Türen nach Maß, Plissees, Zuschnitte, personalisierte Drucke oder Ware, die nach Fläche verkauft wird.
Für ein Sortiment mit wenigen festen Varianten brauchen Sie keinen Konfigurator. Dort reichen gute Produktseiten mit klaren Varianten. Entscheidend ist, ob der Konfigurator Ihren Kunden eine Frage beantwortet, die sie heute per Telefon oder Mail mit Ihnen klären.
02Fünf Anzeichen, dass sich ein Konfigurator lohnt
Wenn mehrere dieser Punkte auf Ihr Geschäft zutreffen, ist ein Konfigurator meist die richtige Investition:
- Viele Rückfragen: Kunden rufen an oder schreiben, weil sie nicht wissen, welche Ausführung passt.
- Angebote von Hand: Ihr Innendienst rechnet Preise für Maßanfertigungen einzeln aus.
- Fehlbestellungen: Falsche Maße oder Kombinationen, die technisch nicht passen, führen zu Reklamationen.
- Zu viele Varianten: Jede Kombination als eigene Variante anzulegen, macht den Shop unübersichtlich.
- Abtippen für die Produktion: Bestelldaten werden für Fertigung, Druck oder Warenwirtschaft neu erfasst.
03Welche Art von Konfigurator zu Ihrem Produkt passt
Hinter dem Wort Konfigurator stecken sehr verschiedene Werkzeuge. Diese sechs Arten begegnen uns in Projekten am häufigsten. Wie sie im Shop aussehen, zeigen die Fallstudien zu memomap, fensterfabrik24.com und Rollrasen Ratsziegelei.
| Art | Geeignet für | Beispiel |
|---|
| Maß-Konfigurator | Fenster, Türen, Plissees, Platten und Zuschnitte mit Fertigungsgrenzen | plixxo: Plissees nach Maß |
| Regel-Konfigurator | Optionen, die sich gegenseitig bedingen | fensterfabrik24.com: nur technisch passende Kombinationen |
| Personalisierung mit Vorschau | Texte, Karten, Fotos, Gravuren und Motive | memomap: Reiseposter mit Live-Vorschau |
| Flächen- und Mengenrechner | Ware nach Quadratmeter oder Länge | Rollrasen Ratsziegelei: Flächenrechner mit Staffelpreisen |
| Set- und Bundle-Konfigurator | Systeme, Zubehörpakete und Geschenkboxen | Zubehörpaket zum Hauptprodukt mit Rabattlogik |
| Angebots-Konfigurator | Projekte ohne Sofortkauf, etwa mit Montage | Kunde konfiguriert, Sie erhalten eine vollständige Anfrage |
04App, eigene Entwicklung oder Branchenlösung
Es gibt drei Wege, einen Konfigurator in einen Shopify-Shop zu bringen. Welcher passt, hängt von Ihren Produktregeln ab, nicht allein vom Budget. Mehr dazu auf der Seite Shopify Konfigurator erstellen lassen.
- App aus dem Shopify App Store: für einfache Optionen und Aufpreise. Schnell live, aber begrenzt bei Logik und Design. plixxo nutzt eine Konfigurator-App, die wir betreuen und erweitern.
- Eigene Entwicklung: eigene Oberfläche und Preislogik direkt im Theme, ohne Grenzen durch die Zahl der Varianten. So ist der Poster-Konfigurator von memomap entstanden.
- Anbindung einer Branchenlösung: Sie nutzen schon eine Plattform wie Fenzon? Dann verbinden wir sie mit Shopify, statt alles neu zu bauen. So arbeitet Kellerfensteronline.de.
05Was Sie vor dem Start klären sollten
Der aufwendigste Teil eines Konfigurators ist nicht die Programmierung, sondern das Produktwissen. Diese Fragen klären wir im ersten Workshop mit Ihrem Innendienst. Soll der Konfigurator Daten an die Warenwirtschaft geben, lesen Sie auch Shopify mit Xentral verbinden.
- 1Regeln: Welche Maße, Optionen und Kombinationen sind möglich, welche nicht?
- 2Preise: Nach welcher Formel entsteht der Preis, und welche Aufpreise gibt es je Option?
- 3Grenzen: Wo liegen Mindest- und Höchstmaße, und was passiert außerhalb davon?
- 4Erklärungen: An welchen Stellen fragen Kunden heute nach, etwa beim Messen?
- 5Übergabe: Welche Daten braucht Ihre Produktion, Druckerei oder Warenwirtschaft, und in welcher Form?
06Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden
Auf diese Punkte achten wir in jedem Konfigurator-Projekt besonders. Persönlich zeigen wir Ihnen die Beispiele gern im Showroom unserer Shopify Agentur in Oldenburg.
- Alles auf einmal: Kunden brechen ab, wenn sie alle Optionen gleichzeitig sehen. Besser ist eine Führung Schritt für Schritt, wie bei memomap mit Reise, Design und Rahmen.
- Preis erst im Warenkorb: Wer erst am Ende sieht, was das Produkt kostet, vertraut dem Konfigurator nicht. Zeigen Sie Aufpreise direkt bei der Auswahl, so wie bei fensterfabrik24.com.
- Nur für den Desktop gebaut: Viele Kunden konfigurieren auf dem Handy, im Fachhandel oft direkt vor dem Fenster, das ersetzt werden soll.
- Keine Hilfe beim Messen: Kurze Hinweise an den Eingabefeldern verhindern falsche Maße. Bei plixxo sehen Kunden, wie breit der Stoff am Ende tatsächlich wird.
- Daten bleiben im Shop: Wenn konfigurierte Bestellungen abgetippt werden, verschenken Sie den halben Nutzen. Bei Kellerfensteronline.de legt die Schnittstelle Aufträge und Rechnungen automatisch in Fenzon an.